LG Warstein-Rüthen






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0.0.0: „Beim Sport will ich in erster Linie mich selbst schlagen“




Mit sieben Jahren schnüren die meisten Jungen gerade zum ersten Mal ihre Fußballschuhe. Bei Tobias Herrmann lief es etwas anders. Seine Sportschuhe hat der heute 18-Jährige zwar auch im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal geschnürt, aber die hatten weder Stollen, noch waren sie aus Leder - im Gegenteil. Schön leicht mussten die Treter damals sein, damit der Sportler in seiner Disziplin erfolgreich ist.

Tobias Herrmann ist Leichtathlet bei der LG Warstein-Rüthen, noch dazu ein sehr erfolgreicher. Seine „Sahne-Disziplinen“: Laufen und Speerwerfen.

Seinen größten Erfolg feierte Herrmann mit 15 Jahren. Damals wurde er bei der Winterwurfmeisterschaft in Kamen Vize-Westfalenmeister im Stabhochsprung - für einen Hobbysportler ohne größere Ambitionen, in den Leistungssport zu gehen, eine beeindruckende Leistung. Seitdem häufen sich die Pokale und Medaillen in seinem Zimmer.

Dabei sind es aber gar nicht die Trophäen, die den Warsteiner, der ein duales Studium der Elektrotechnik in Kooperation mit der Hella an der FH in Soest absolviert, antreiben: „Für mich geht es bei der Leichtathletik nicht darum, die anderen Sportler zu besiegen. Ich will nur mich selbst schlagen.“ Und das wurde mit der Zeit immer schwieriger. Seine Bestzeit in seiner Lieblingsdisziplin, der Fünf-Kilometer-Distanz, beträgt 17 Minuten und 10 Sekunden.

„Beim Laufen bekommt man den Kopf frei, kann Schul- oder Arbeitsstress wunderbar abbauen“, beschreibt der Student den Mehrwert seines Sports. Als Kind habe er mal Mehrkampf ausprobiert, aber „über Hürden zu springen“ habe ihm nicht gefallen. Auch der Stabhochsprung, in dem er sehr erfolgreich war, wurde ihm irgendwann zu aufwendig: „Stabhochsprung ist sehr trainingsintensiv. Außerdem dauert das Aufbauen der Anlage sehr lange“, lacht der 18-Jährige.

Am Speerwurf gefällt ihm, dass er Technik und Athletik in Einklang bringen muss, um erfolgreich zu sein. „Die Kombination von Speerwerfen und Laufen ist eher ungewöhnlich. Als Läufer muss man Ausauer haben und leicht sein, die Muskeln in den Beinen haben. Aber als Werfer brauchst du die Muckis eben im Oberkörper. Und Schnelligkeit ist gefragt.“

Für ernsthafte Ambitionen, die Leichtathletik als Leistungssport zu betreiben, sagt Herrmann, sei ihm die Schule immer zu wichtig gewesen. Das hat sich gelohnt: Mit einem Notendurchschnitt von 1,2 hat er in diesem Sommer das Abitur am Warsteiner Gymnasium abgeschlossen. Dabei habe ihm der Sport aber auch immer geholfen: „Beim Laufen musst du dich konzentrieren, musst deine Rennen clever einteilen, damit dir am Ende nicht die Luft aus geht. Das war in der Schule hilfreich, aber auch jetzt im Job.“

Doch die Leichtathletik sei eben auch nicht für jeden etwas: „Es kommt relativ schnell der Punkt, an dem man sich ziemlich anstrengen muss, um besser zu werden. Wer dann nicht mit Spaß bei der Sache ist, ist fehl am Platz. Dann kann es nicht funktionieren. “

Mit Blick auf seine berufliche Zukunft hat der angehende Elektroingenieur den erfolgreichen Abschluss seines Studiums natürlich fest im Blick. Aber auch sportlich ist der Fokus klar gefasst: „Schneller laufen, weiter werfen!“

Quelle: Der Patriot

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